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Federal Law on Copyright and Related Rights (URG). Amendment (Performance Protection Right for Media Companies)
Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (URG). Änderung (Leistungsschutzrecht für Medienunternehmen)
TITEL
Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (URG). Änderung (Leistungsschutzrecht für Medienunternehmen)
BESCHREIBUNG
Botschaft vom 20. Juni 2025 zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes (Leistungsschutzrecht für Medienunternehmen)
AUSGANGSLAGE
Medienmitteilung des Bundesrates vom 20.06.2025
Leistungsschutz für Medien: Bundesrat verabschiedet Botschaft zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes
Medienunternehmen sollen für die Nutzung ihrer journalistischen Leistungen durch grosse Onlinedienste eine Vergütung erhalten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Juni 2025 die Botschaft zum neuen Leistungsschutzrecht für Medienunternehmen ans Parlament überwiesen.
Die öffentliche Debatte ist ein wichtiger Bestandteil von Demokratien. Mit der Digitalisierung hat sich diese zunehmend ins Internet verlagert. Die Angebote von Suchmaschinen, sozialen Medien und Multimedia-Plattformen basieren dabei weitgehend auf den journalistischen Leistungen klassischer publizistischer Medien. Aufgrund ihrer Kürze sind die verwendeten Text- und Bildvorschauen (sogenannte Snippets) bisher nicht durch das Urheberrecht geschützt. Daher erhalten Medienunternehmen und Medienschaffende von den Anbietern der Onlinedienste bisher keine Vergütung für die Nutzung ihrer Leistungen.
Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass grosse Onlinedienste den Medienunternehmen für die Nutzung von Snippets eine Vergütung entrichten. Journalistinnen und Journalisten sollen an dieser Vergütung angemessen beteiligt werden. Vergütungspflichtig wären ausschliesslich Onlinedienste, die eine durchschnittliche Zahl von Nutzerinnen und Nutzern von mindestens 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung pro Jahr aufweisen. Die Verwertung der Rechte an den Medieninhalten soll kollektiv über eine Verwertungsgesellschaft erfolgen.
In der Vernehmlassung wurde die vorgeschlagene Umsetzung tendenziell begrüsst, in der Sache ist die Einführung eines Leistungsschutzes für Medienunternehmen aber umstritten.
Berücksichtigung künstlicher Intelligenz Die Nutzung von KI im Medienbereich ist im vorliegenden Gesetzesentwurf nicht behandelt. Sie ist Gegenstand der Motion Gössi «Besserer Schutz des geistigen Eigentums vor KI-Missbrauch», die der Bundesrat zur Annahme empfohlen hat.
VERHANDLUNGEN
SDA-Meldung
Debatte im Nationalrat, 02.03.2026
Nationalrat schickt Leistungsschutz für Medien auf Zusatzrunde
Nicht nur Onlinedienste wie Google und X sollen künftig Urheberrechtsgebühren bezahlen müssen, wenn sie Auszüge aus Zeitungsartikeln anzeigen. Der Nationalrat will ins Leistungsschutzrecht auch Anwendungen von Künstlicher Intelligenz einbeziehen.
Die grosse Kammer schickte die Vorlage für die Anpassung des Urheberrechts am Montag mit dieser Forderung an den Bundesrat zurück, mit 157 zu 29 Stimmen und bei zwei Enthaltungen.
Die Mehrheit fand, dass die Verwaltung vertieft prüfen solle, wie künstliche Intelligenz (KI) die Funktionsweise von Plattformen und Suchmaschinen verändert und welche Folgen dies auf die Vorlage hat.
Den Auftrag, journalistische und andere urheberrechtlich geschützte Inhalte vor missbräuchlicher Nutzung durch KI-Anbieter zu schützen, hat der Bundesrat bereits. Das Parlament überwies ihm dazu bereits eine Motion von FDP-Ständerätin Petra Gössi (SZ).
Snippets in Zukunft ohne Relevanz
Die Vorschau eines Artikels sei nach Ansicht von Experten keine schützenswerte Leistung, sagte Andri Silberschmidt (FDP/ZH), und Snippets hätten in Zukunft keine Relevanz mehr. Die Verlage könnten sie auf Suchmaschinen ohnehin blockieren. Bei der KI hingegen, die journalistische Leistungen zweckentfremde, gebe es Schutzbedarf.
Die vom Verlegerverband aufgeworfene Frage sei berechtigt, sagte auch Gregor Rutz (SVP/ZH). Doch für einen urheberrechtlichen Schutz brauche es ein Mindestmass an Originalität. Er warnte vor fragwürdigen Bastelarbeiten mit der Vorlage.
Mitte-Vertreterinnen und -Vertreter hätten die Vorlage beraten wollen. Das Handeln und eine Abgeltung für journalistische Leistungen seien dringend, sagte Sprecherin Marie-France Roth Pasquier (FR). Bei mehr als zwei Dritteln der Google-Recherchen werde das Originaldokument nicht angezeigt.
Weitere Begehren abgelehnt
Mehr Schutz für journalistische Leistungen sei rundum anerkannt, doppelte Martin Candinas (Mitte/GR) nach und forderte Verbesserungen durch das Parlament. Es brauche rasch eine Lösung, in die auch KI-Anbieter einbezogen werden müssten. "Mit einer Rückweisung werden wir mehrere Jahre verlieren."
SP, Grüne und GLP hätten die Vorlage mit der Zusatzrunde noch weiter ausbauen wollen, unterlagen aber ebenfalls. Der Bundesrat hätte nach ihrem Willen alternative Ansätze zur Förderung von Medienqualität und -vielfalt sowie zur Vergütung digitaler Plattformen prüfen müssen, etwa durch eine Digitalsteuer oder -abgabe.
Min Li Marti (SP/ZH) verwies auf sinkende Werbeeinnahmen und Leserinnen- und Leserzahlen von Bezahlmedien. Das Urheberrecht zwei Mal mit dem gleichen Ziel zu revidieren, mache aus Sicht der SP keinen Sinn. Die neue Regelung solle zielführend und nachhaltig sein, ergänzte Delphine Klopfenstein Broggini (Grüne/GE).
Frage der fairen Abgeltung
Barbara Schaffner (GLP/ZH) verwies auf das automatisierte Generieren von Inhalten durch KI. Es stelle sich die Frage, wie die Leistungen von Journalistinnen und Journalisten fair abgegolten werden könnten, wenn mit ihnen KI trainiert oder von ihr weiterverwendet werde.
Heute ist die Nutzung von sogenannten Snippets und Thumbnails, also Ausschnitten aus mit journalistischen Leistungen erzeugten Texten oder Bildern, nicht durch das Urheberrecht geschützt. Entsprechend bezahlen die Onlinedienste den Medienunternehmen bisher keine Vergütungen für das Nutzen dieser Leistungen.
Über die Rückweisung zu entscheiden hat nun der Ständerat. Zieht er nicht gleich, müsste sich der Nationalrat noch einmal dafür entscheiden, dass der Bundesrat die Vorlage überarbeiten müsste.
SDA-Meldung
Debatte im Ständerat, 17.06.2026
Parlament schickt Leistungsschutz für Medien auf Zusatzrunde
Bern (sda) - Nicht nur Onlinedienste wie Google und X sollen künftig Urheberrechtsgebühren bezahlen müssen, wenn sie Auszüge aus Zeitungsartikeln anzeigen. Das Parlament will auch Anwendungen von künstlicher Intelligenz einbeziehen. Das Dossier geht zurück an den Bundesrat .
Ohne Gegenstimme hat der Ständerat am Mittwoch die Vorlage zum Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (URG) an die Landesregierung zurückgestellt. Der Nationalrat hatte dieser Forderung Anfang März mit 157 zu 29 Stimmen bei 2 Enthaltungen zugestimmt. Somit ist der Entscheid definitiv.
Der Bundesrat muss nun prüfen, wie künstliche Intelligenz (KI) die Funktionsweise von Plattformen und Suchmaschinen verändert und welche Folgen dies für die Vorlage hat. Den Auftrag, journalistische und andere urheberrechtlich geschützte Inhalte vor missbräuchlicher Nutzung durch KI-Anbieter zu schützen, hat der Bundesrat bereits. Das Parlament überwies ihm dazu bereits eine Motion von FDP-Ständerätin Petra Gössi (SZ).
Verzögerung von etwa zwei Jahren
Heute ist die Nutzung von sogenannten Snippets und Thumbnails, also Ausschnitten aus mit journalistischen Leistungen erzeugten Texten oder Bildern, nicht durch das Urheberrecht geschützt. Entsprechend bezahlen die Onlinedienste den Medienunternehmen bisher keine Vergütungen für das Nutzen dieser Leistungen.
Auch bei KI-Anwendungen, die journalistische Leistungen zweckentfremdeten, gebe es Schutzbedarf, lautete der Tenor im Parlament. Die vom Verlegerverband aufgeworfene Frage sei deshalb berechtigt. Es stelle sich die Frage, wie die Leistungen von Journalistinnen und Journalisten fair abgegolten werden könnten, wenn mit ihnen KI trainiert oder von ihr weiterverwendet werde.
Justizminister Beat Jans war einverstanden mit der Rückweisung an den Bundesrat. "In der Tat ist es so, dass seit der Ausarbeitung des vorliegenden Leistungsschutzrechts die technische Entwicklung wieder rasant fortgeschritten ist." Auch Suchmaschinen würden heute mit generativer KI betrieben.
Die Arbeiten zur Umsetzung der Motion Gössi wurden laut Jans vom Institut für geistiges Eigentum (IGE) bereits an die Hand genommen. Mit Blick auf das Leistungsschutzrecht für die Medienunternehmen als solches führe die Vereinigung der beiden Anliegen zu einer Verzögerung von etwa zwei Jahren.
Auskünfte Sekretariat der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) wbk.csec@parl.admin.ch Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK)
Правлен экспертом — Кирилл Черновол, 15.09.2026. Основа — машинный черновик GigaChat-2-Max от 10.09.2026.
Паспорт акта
- Юрисдикция
- Швейцария
- Официальное наименование
- Федеральный закон об авторском праве и смежных правах (URG). Изменение (смежное право для медиакомпаний)
- Рабочее название
- Законопроект о смежном праве медиакомпаний на вознаграждение за использование сниппетов крупными онлайн-сервисами
- Вид и уровень акта
- законопроект
- Дата принятия
- 2026-06-20
- Вступление в силу
- не вступил в силу
- Статус
- законопроект: возвращён на доработку
- Регулятор
- Федеральное собрание Швейцарии; Федеральный институт интеллектуальной собственности; Федеральная арбитражная комиссия по управлению авторскими и смежными правами
- Связанные акты
- Федеральный закон от 9 октября 1992 г. об авторском праве и смежных правах (URG, SR 231.1)
Предмет и цель
- Проблема
- Онлайн-сервисы используют фрагменты публикаций (сниппеты) без выплаты вознаграждений их создателям
- Цель
- Введение обязательства крупных онлайн-сервисов выплачивать вознаграждение медиа-компаниям за использование сниппетов своих публикаций
- Сфера действия
- крупные онлайн-сервисы с годовой аудиторией не менее 10% населения Швейцарии
- Исключения
- малые и средние онлайн-сервисы
Субъекты
| Роль | Кто именно | Критерии отнесения | Оценка числа адресатов |
|---|---|---|---|
| поставщик | крупные онлайн-сервисы | среднегодовая аудитория не менее 10% населения Швейцарии | порядка нескольких десятков компаний |
- Группы особой защиты
- журналисты, медийные компании
Нормы 4
Каждая строка — одна норма: кто что должен, через что она меняет поведение, во что обходится и чем подкреплена.
-
Абз. 1-3 ст. 37a обязанность поставщик
Поставщики онлайн-сервисов обязаны выплачивать вознаграждение медиакомпаниям за предоставление пользователям фрагментов журналистских публикаций, если среднегодовое число пользователей сервиса составляет не менее 10% населения Швейцарии
- Механизм воздействия
- перераспределение доходов
- Издержки: канал
- прямой платёж
- Издержки: характер
- по событию
- Событие-триггер
- предоставление пользователям фрагментов журналистских публикаций
- Отсылка к иным актам
- требует проверки
- Форма исполнения
- не установлена
- Российский аналог
- требует проверки
-
абз. 3 ст. 37a, абз. 2 ст. 37b ограничение медиакомпании, авторы журналистских произведений, организации коллективного управления
Требования о выплате вознаграждения медиакомпаниям и о выплате доли авторам могут предъявляться только организациями коллективного управления. Для авторов право на участие в доходах является неотчуждаемым, от него нельзя отказаться
- Механизм воздействия
- ограничение модели бизнеса
- Отсылка к иным актам
- требует проверки
- Форма исполнения
- не установлена
- Российский аналог
- требует проверки
-
абз. 4 ст. 37a условие предоставления имущественного права / ограничение медиакомпании, претендующие на вознаграждение; организации коллективного управления
Если медиакомпания заявила, что работает в соответствии с признанными в отрасли правилами журналистской практики, но впоследствии их не соблюдает, организация коллективного управления может исключить её из распределения вознаграждения либо уменьшить размер выплаты на период нарушения
- Механизм воздействия
- экономическое стимулирование соблюдения профессиональных журналистских стандартов посредством доступа к вознаграждению
- Издержки: канал
- прямой платёж
- Издержки: характер
- по событию
- Событие-триггер
- при инциденте
- Санкция
- исключение из распределения или уменьшение вознаграждения на период нарушения
- Форма исполнения
- соблюдение признанных профессиональных правил
-
абз. 1-4 ст. 49a обязанность организации коллективного управления
Организации коллективного управления обязаны распределять доход от ст. 37a между медиакомпаниями исходя из двух основных критериев: затрат медиакомпаний на создание журналистских публикаций и вклада этих публикаций в удовлетворение информационных потребностей общества
- Механизм воздействия
- операционные издержки
- Издержки: канал
- административные
- Издержки: характер
- регулярные
- Событие-триггер
- поступление организации коллективного управления доходов, собранных по ст. 37a
- Форма исполнения
- распределение средств организацией коллективного управления согласно утверждённым правилам распределения
- Российский аналог
- п. 4 ст. 1243 ГК РФ
Details
| Country | Switzerland |
| Body | Federal Assembly of Switzerland |
| Type | law / bill |
| Language | de |
| Document date | 2026-06-17 |
| Size | 8 472 знаков |
| Versions | 1 |
| First seen | 2026-08-19 |
| Last checked | 2026-09-17 02:14 |
| BusinessTypeName | Geschäft des Bundesrates |
| BusinessStatusText | Zurückgewiesen an den Bundesrat |
| SubmissionDate | /Date(1750377600000)/ |
| TagNames | Recht Allgemein|Medien und Kommunikation |
Topics
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Copyright and digital content
…bundesgesetz über das urheberrecht und verwandte schutzrechte (urg). änderung (leistungsschutzrecht für medienunternehmen) к…
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авторск прав
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Dropped as boilerplate or single passing mentions: digitale plattform
Summary
The Swiss Federal Assembly will consider a bill amending the federal copyright law providing media organizations with the right to remuneration for the use of their journalistic materials by major online services in the form of short textual fragments and images. Remuneration will be payable only to platforms with an average number of users of not less than 10% of the country's population per year. Rights to use content will be collectively realized through a specialized rights management organization, while journalists will receive a corresponding share of payments. The issue of applying artificial intelligence in media is not covered by this bill and is considered separately.